OÖNachrichten vom 08.02.2005
Die Arbeit zum Menschen bringen, nicht die Menschen zur Arbeit
MÜHLVIERTEL. "Standortfaktor Mensch" nennt sich eine Initiative, die die wirtschaftlichen Rahmenbedinungen im Mühlviertel verbessern soll. Das Ziel: möglichst viele Betriebe und Arbeitsplätze in die Region bringen.
"Wir wollen die Arbeit zum Menschen bringen", fasst Landesrat Viktor Sigl zusammen. Das Projekt "Standortfaktor Mensch" stellt die Menschen in den Vordergrund. Die Leitidee dahinter lautet: Die Menschen sind die wichtigste Ressource der Region. Die EUREGIO Regionalmanagement Mühlviertel, die OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft (TMG), sowie die Inkoba-Projekte Donau-Ameisberg, Freistadt und Machland arbeiten zusammen, um neue Impulse zur Standortentwicklung zu setzen.
"Das Mühlviertel leidet immer noch an den jungen Menschen, die wegen Ausbildung und Arbeitsplatz weggezogen sind", beschreibt Sigl das Problem der Region. "Wir wollen die Menschen wieder zurückholen", so Gabriele Lackner-Strauss, Obfrau der EUREGIO. Entscheidend dafür sind Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten.
Das Projekt "Standortfaktor Mensch" bezieht die Gemeinden in die ganzheitliche Standortentwicklung ein und positioniert die Qualitäten der Mühlviertler als Standortvorteil. Maßnahmen dazu sind Vernetzungs- und Strategieworkshops, in denen auch die Auswirkungen des demografischen Wandels diskutiert werden. Weitere Arbeitsgruppen sollen die Kooperation zwischen Wirtschaft, Schule und Gemeinde in den Mittelpunkt stellen. Wichtige Basisdaten werden erhoben und Marketing für neue Betriebe und Arbeitsplätze betrieben. Vor allem die Inkoba-Gebiete sollen Firmen anlocken. "Das Mühlviertel hat Zukunft", sagt Ambros Pree von der TMG, "die Inkoba-Gebiete sind die Grundfeste, auf denen Unternehmen ihr Haus bauen können." (eiba)